Kategorie: Österreich

Österreich

Leidenschaft für Wein –
Lichtenberger & González

Liebe zueinander und Leidenschaft für Wein scheinen Martin Lichtenberger und Adriana González zu beflügeln. Kennengelernt haben sich die beiden 2007 bei einem Weinpraktikum in Kalifornien, seit 2008 sind die beiden im burgenländischen Breitenbrunn zusammen, der Heimat von Martin und schon 2009 machten die beiden ihren ersten gemeinsamen Wein.
Auch wer noch keinen Wein von Lichtenberger & González getrunken hat, kennt möglicherweise doch schon Weine, die von einem der beiden zu verantworten sind, sind doch beide als Kellermeister tätig: Adriana bei Birgit Braunstein, Martin bei Heike und Gernot Heinrich.
Einen großen Teil der verbleibenden freien Zeit, die sich seit Geburt der Tochter Alba wohl noch etwas vermindert hat, investieren die beiden, um ihre eigenen Weine zu kreieren. Die ursprünglich bewirtschafteten 4,5 Hektar sind inzwischen auf rund 7 Hektar angewachsen, vor allem, weil immer wieder Weinparzellen mit diversen „Rebschätzen“ angeboten und wohl auch größtenteils von den beiden jungen Winzern übernommen worden sind.… Weiterlesen

Österreich

Burgenland at its best!

Im Spätherbst 2016 präsentierten burgenländische Winzer ihre Weine in München. Ich habe mich auf Weißweine vom Neusiedler See  und Leithaberg sowie auf rote Weine aus dem Burgenland konzentriert.

Neusiedlersee

Der Casual White 2015, des Weinguts Michael Opitz, eine Cuvée von Muskat Ottonel, Muskateller und Sauvignon Blanc war, leicht, frisch und fruchtig, kurzum ein guter Wein mit ebensolchem Trinkfluss. Der sehr gute Muskat Ottonell Reserve 2015 mit dezenter Nase war im Geschmack leicht kräuterbitter, sehr fruchtig mit starker Muskatnote und etwas Gerbstoff.
Der Seewinkelhof Salzl präsentierte mit seinem Don Pepe einen sehr ordentlichen frisch-fruchtigen, leichten Terrassenwein aus dem Jahrgang 2016, eine Cuvée von Bouvier, Welschriesling, etwas Muskateller und Sauvignon Blanc. Der Grüne Veltliner 2015 war einfach, jedoch sortentypisch mit leichtem Pfefferl und günstigem Preis (5,30 €).… Weiterlesen

Deutschland, Österreich, Weinrallye

100 Jahre Scheurebe – verschmäht oder verkannt?

Scheureben 2015Nur ganz vage habe ich noch den Geschmack des ersten getrunkenen Glases Scheurebe in Erinnerung. Ich weiß nicht mehr genau warum, nur dass sie mir nicht geschmeckt hat – die Scheurebe, damals vor gut 40 Jahren. Auch in den folgenden Jahren nicht. In einem steirischen Buschenschank, Anfang der 1990er Jahre, erfuhr ich, dass der frische, fruchtige Sämling 88 mit seiner eleganten Säure, den ich dort gerade getrunken hatte, in Deutschland Scheurebe heißt. Seit dieser Zeit fanden, zuerst österreichische Sämling 88-Weine, etwas später auch deutsche Scheureben vermehrt den Weg auf den häuslichen Tisch – von edelsüß bis trocken.
Die Scheurebe wurde vor 100 Jahren gezüchtet von Georg Scheu, dem damaligen Leiter der Alzeyer Landesanstalt für Rebenzüchtung. Nach seinen Angaben durch Kreuzung von Riesling mit Silvaner, heute weiß man, es war die Kreuzung von Riesling mit der Bukettrebe, deren Eltern Silvaner und Trollinger sind.… Weiterlesen

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Trinkfreudiger Weinviertel DAC 2015

Weinviertel DAC Praesentation
Weinviertel DAC Präsentation in der Tonhalle, München

Das Jahr 2015 war auch im Weinviertel sehr warm und trocken, allerdings, so betonten einige der anwesenden Weinviertler Winzer bei der am 7. April in der Tonhalle, München stattfindenden Weinpräsentation des Weinviertel DAC, kamen die Reben nie in Trockenstress. Zurückzuführen sei dies vor allem auf das sehr feuchte Jahr 2014, welches die Wasserversorgung bis Ende Mai 2015 sicherte. Trocken zu werden begann es erst im Juli, in den meisten Fällen konnte jedoch durch Entgrasung zwischen den Rebreihen und gleichzeitiger ertragsregulierender Laubarbeit dieser Trockenheit begegnet werden. Mit dem Mitte August einsetzenden Regen stellten sich gleichzeitig auch wieder ideale Reifebindungen für die Trauben ein.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie ich bei der 6.Weiterlesen

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Plachen und Oberer Wald 2012, G+R Triebaumer

Wie unterschiedlich die Definition von Terroir auch immer ist, einig ist man sich, dass sie neben den mit der Herkunft verbundenen Einflüssen, wie beispielsweise Klima oder Boden, auch die Erfahrung des Winzers und die handwerklich erbrachte Leistung umfassen muss.

Günter Triebaumer hat mir seine Philosophie des Weinmachens bei unserem Gespräch über seine Süßweine näher gebracht. Er kennt seine Böden und geht aus seinen Erfahrungen heraus auch neue Wege um das Ausgangsmaterial Trauben – sprich seine Rebstöcke gesund zu erhalten. Dies belegt ein „Revitalisierungsprogramm“ für seine Reben, das Jahr für Jahr durchgeführt wird.
Ausgefeilte Erntestrategien und punktgenauer Einsatz von Kellertechnik dienen nur dazu eine sehr hohe Qualität des Weins zu erzielen.
Dass auch ein weiterer Aspekt des Terroirbegriffs, die soziale Dimension, im Weingut Triebaumer nicht zu kurz kommt, zeigt sich beim motivierenden Umgang mit der Erntemannschaft.… Weiterlesen