Weiße Rebsorten und Weine

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Rebsorten - Weintypen
Die hauptsächlch im spanischen Galicien und im südlich angrenzenden portugiesischen Vinho Verde-Gebiet vorkommende Rebsorte Alabriño ist von fruchtigen und auch floralen Aromen geprägt. Das können Aromen von Pfirsich, Melone, Aprikose, Orange, Grapefruit, Bergamotte und auch Apfel oder Birne sein, ebenso wie florale Noten von Orangen- oder Geißblattblüten. Oft weisen die Weine auch eine mineralische Note auf. Die lebendige Säure wird oft durch den malolaktischen Säureabbau reduziert, was ihre Eignung als Begleiter zu Fisch und Meeresfrüchten jedoch nicht beeinträchtigt, den Wein aber häufig etwas müde respektive eher spannungslos scheinen lässt. Zu 100% aus Albariño hergestellt wird der Rias Baixas Albariño. Wird Rias Baixas hingegen mit Condado do Tea, Rosal, Salnés oder Ribero do Ulla ergänzt, so handelt es sich um Verschnitte von Albariño. Bei den beiden Letztgenannten muss Albariño zu mindest 70% vertreten sein. Der portugiesische Vinho Verde aus der Unterregion Monção e Melgaço enthält Albariño, ist jedoch mit Loureiro oder/und Trajadura (Treixadura) verschnitten.
Aligoté spielt im Burgund nur die zweite Geige. Die mit hoher Säure ausgestattete Rebsorte muss deswegen die besseren Weinlagen Chardonnay überlassen und liefert deshalb oft nur eher neutrale, säurebetonte Weine. Es gibt aber auch Weine von sehr guter Qualität, jedoch mit entsprechend hohen Preisen, manchmal sogar dreistellig. Diese stammen häufig aus der Appellation Aligoté Bouzeron, der nachgesagt wird, dass sie feinere Weine hervorbringt als die Appellation Bourgogne Aligoté. Viel Aligoté wird auch in den osteuropäischen Weinbauregionen Moldawien, Ukraine und Rumänien angebaut. Die Weine sind jedoch eher von einfacher Qualität.
Arinto, eine autochthone portugiesische Rebsorte liefert dem Riesling ähnliche Weine, die Aromen von Limette und grünem Apfel dominieren und ein feine präsente Säure haben. Die besten Exemplare entstehen nahe Lissabon im Weinbaugebiet Bucelas, wo in einem kühleren Mikroklima in einem Flusstal auf den Caiceras genannten Kalkböden sehr komplexe, elegante, mineralische Weine mit gutem Lagerpotential entstehen.
Die piemontesische Rebsorte Arneis erbringt stark fruchtig nach Birne, Pfirsich, Aprikose duftende Weine, zu denen im Geschmack auch noch florale Noten, sowie Haselnuss kommen können. Die körperreichen Weine mit ihrer milden Säure, - die manchmal auch zu wenig ist -, sollten jung getrunken werden. Bekannte Vertreter sind der Roero Arneis und der Langhe Arneis.
Arvine, auch Petite Arvine genannt, wird überwiegend im schweizerischen Wallis und im benachbarten italienischen Aostatal angebaut. Die feinnervigen Weine zeigen in der Regel einen mittleren bis vollen Körper, präsente Säure, Aromen von Limetten, Grapefuit und Ananas sowie ausgeprägte mineralisch-salzige Noten.
Assyrtiko ist dafür bekannt, auch in heißem Klima, seine hohe Säure aufrecht zu erhalten, vielleicht auch noch für die Koulora genannte Art der Reberziehung auf Santorin, bei der die zu einem Kranz „geflochtenen“, am Boden aufliegenden Weintriebe, die innerhalb des Kranzes wachsenden Trauben vor den oft stark wehenden sandigen Winden schützen. In Santorin liefert Assyrtiko sehr charaktervolle und meist äußerst mineralische Weine mit überwiegend zitrusartige Aromen. Im nördlichen Griechenland angebauter Assyrtiko erbringt dagegen fruchtigere, breitere Weine, die jedoch ebenso frisch sind und einen vergleichbar vollen Körper aufweisen wie die von Santorin.
Auxerrois wird den Burgundersorten zugerechnet und manchmal auch unter dem Namen Pinot Blanc vermarktet. Die Trauben erbringen meist verhältnismäßig neutrale Weine mit wenig Säure. Bessere Exemplare können mehr Bukett aufweisen, fruchtiger sein und Honigaromen haben.
Bacchus zählt Silvaner, Riesling und Müller-Thurgauzu seinen Vorfahren. Bacchus, hergestellt aus sehr reifen Trauben, erinnert an Sauvignon Blanc, die Weine sind dann floral und zeigen auch öfter Holunderblütenaromen, können also aromatisch sehr intensiv sein. Der Körper ist etwa mittelkräftig, die Säure niedrig. Bacchus aus früher geernteten Trauben zeigt etwas mehr Säure, ist leichter und nicht so bukettreich.
Catarratto, eine sizilianische Rebsorte, ist die zweithäufigste Rebsorte Italiens. Viele produzierte Weine sind relativ einfach und neutral. Sie haben meist Noten von Zitrus und Kräutern, sind frisch, haben einen mittleren Körper und ihre Säure ist durchaus gut spürbar. Bessere Weine zeigen zusätzlich Aromen von Birne, Apfel oder tropischen Früchten. Catarratto findet sich in unterschiedlichen Anteilen in den DOC-Weinen von Contea di Sclafani Bianco (50%), im Bianco von Alcamo , Erice und Salaparuta jeweils 60% und im Alacmo Classico 80%. Ist Catarratto auf dem Etikett angegeben so sind in den Weinen mindestens 85% der Rebsorte, dies trifft, zusätzlich zu den bereits genannten DOCs auch auf die DOC Monreale und die DOC Santa Margherita di Belice zu.
Chardonnay wird in einer Vielzahl von Stilen produziert. Dabei können die Aromen, abhängig vom Klima, von Apfel, Zitrone, Grapefruit über Pfirsich, Melone bis hin zu Mango oder Banane reichen. Auch auf die Art der Weinherstellung, wie beispielsweise malolaktische Gärung, Batonnage oder Vergärung und/oder Ausbau im Holz, auf die Chardonnay sehr sensibel reagiert, können weitere Aromen, wie Vanille, Toast, Kokosnuss, Toffee oder butterartige Töne hinzufügen. So kann Chardonnay einerseits in kühlem Klima einen stahligen Chablis mit hoher Säure erbringen oder einen milden, cremigen, buttrigen Wein mit Aromen von reifer Birne und Melone in einem wärmeren Klima, beispielsweise in Kalifornien.
Chasselas, auch Gutedel genannt, variiert geschmacklich, ähnlich wie Chardonnay, in Abhängigkeit von Klima und Boden, was häufig auf einen Mangel an eigenen Aromen und Geschmack zurückgeführt wird. Die Säure ist meist niedrig, insbesondere bei Chassleas-Weinen aus der Schweiz, die fast immer dem malolaktischen Säureabbau unterzogen werden und so entsprechend mild sind. Mit Ausnahme weniger Weine, die meist von alten Reben stammen, sollte Chasselas jung getrunken werden.
Nach den AOP-Vorschriften dürfen 13 Grundrebsorten für Chateauneuf du Pape verwendet werden, sowohl für die rote als auch für die weiße Weinvariante. Auch wenn für die weiße Varianten überwiegend die sechs weißen Sorten Bourboulenc, Clairette Blanc, Grenache Blanc, Picardan, Piquepoul Blanc und Roussanne verwendet werden, bestimmen doch die einzelnen Anteile der Sorten den Weinstil. Während Bourboulenc, Clairette und Picpoul für Säure sowie florale und mineralische Noten sorgen, bringen Grenache Blanc und Roussanne Frucht aber auch einen volleren Körper. Grundsätzlich sind die Weine körperreich und haben meist eine milde Säure. Die besseren Exemplare sind meist komplex und gut lagerfähig. Im Zweifel sollten die Weine eher jung getrunken werden.
Chenin Blanc, eine Rebsorte mit ausgeprägter Säure und Fruchtigkeit, wird oft mit dem Riesling verglichen wird. Die größten und bekanntesten Anbaugebiete sind die Loire und Südafrika. Die von der Loire stammenden Weine, beispielsweise aus den Appellationen Vouvray, Montlouis-sur-Loire, Saumur oder Touraine Azay-Le- Rideau, haben häufig Aromen von Apfel, Quitte, Honig, pflanzliche Noten und manchmal auch Noten von Wachs. Die meisten südafrikanischen Chenin Blanc Weine sind aufgrund hoher Erträge eher neutral und haben oft aus der Vinifikation herrührende Aromen von Banane, Birne oder sehr reifer Ananas. Da die Chenin Blanc Weine der Loire auch häufig halbtrocken (demi-sec) oder süßer (molleux) angeboten werden ist es wichtig darauf zu achten, dass der Wein als sec, also trocken ausgewiesen ist.
Cortese ist eine norditalienische Rebsorte, hauptsächlich im Piemont angebaut und bekannt geworden durch die DOCG Gavi. Die Weine sind im Geschmack eher neutral, gewinnen jedoch durch ihre frische Säure. Gute Weine zeigen zarte Aromen, meist von Zitrus und haben mineralische Noten.
Weißer Côtes du Rhône kann aus acht verschiedenen Rebsorten bestehen, weswegen er immer unterschiedliche Aromen aufweisen kann. Mit dabei sind fast immer fruchtige und florale Aromen, aber auch vegetale, würzige oder gar rauchige können sich finden. Wie auch immer das Aromenspektrum zusammengesetzt ist, es ist fast immer von ausgewogener Intensität. Die meisten Weine sind frisch, haben einen mittleren Körper und eine ansprechende, nicht zu hohe Säure. Dies kommt von der Unterschiedlichkeit der eingesetzten acht Rebsorten und vor allem daher, dass die Winzer Weine anstreben, die als Essensbegleiter geeignet sind. Die acht Rebsorten: Bourboulenc, Clairette, Grenache Blanc, Marsanne, Piquepoul Blanc, Roussanne, Ugni Blanc und Viognier.
Falanghina ist wohl die bekannteste Rebsorte Kampaniens und liefert Weine, die Aromen von Steinobst wie Pfirsich, Aprikose und auch Mirabelle oder Zitrus haben können. Es sind frische Weine mit einem runden, mittelgewichtigen Körper, die in der Regel eine spürbare Säure zeigen. Die allermeisten Weißweine Kampaniens, aus unterschiedlichen DOCs, enthalten die Rebsorte, bei einzelnen Herkünften sind bis zu 70% Falanghina im Bianco vorgeschrieben. Weine die zur DOC-Bezeichnung Falanghina tragen sind alle zu mindestens 85% aus dieser Sorte hergestellt worden.
Fiano, auch Fiano di Avellino genannt, ist eine italienische Rebsorte. die sich hauptsächlich in Kampanien (Fiano di Avellino DOCG) findet. Auch in den kampanischen DOCs Irpinia und Sannio gibt es rein aus Fiano hergestellten Wein. Die Fiano-Weine haben einen vollen Körper, angenehme Säure und sind aromatisch komplex. An Aromen findet man häufig Birne, weißen Pfirsich, Haselnuss, aber manchmal auch florale und teilweise würzige Noten sowie Honig und Feuerstein.
Frascati stammt aus dem Latium und ist eine Cuvée, die überwiegend aus Malvasia bianca di Candia und/oder Malvasia del Lazio (mindestens 70%) und den Nebensorten Bellone, Bombino bianco, Greco sowie Trebbiano toscano hergestellt wird. Ein meist frischer, vollmundiger Wein mit milder Säure der in der einfachen DOC Version meist nur leicht fruchtig mit mandeliger Note ist. In der Version Superiore können die Aromen jedoch durchaus vielfältiger und etwas nachhaltiger sein. Die Weine können Aromen von Kernobst, gelben oder tropischen Früchten zeigen, sowie pflanzliche und auch würzige Noten zeigen.
Der Friulano stammt nicht, wie sein Name nahelegt, aus dem Friaul, sondern von der französischen Gironde-Region, wo er jedoch jetzt keine Rolle mehr spielt. Sein ursprünglicher Name ist Sauvignonasse, was soviel wie „ähnlich Sauvignon“ bedeutet. Er ist jedoch in seiner Aromatik in keinem Fall mit Sauvignon Blanc gleichzusetzen, zeigt jedoch manchmal eine gewisse Grasigkeit, immer fruchtige Noten, manchmal auch mandel- und kräuterige Noten. Auch seine Säure ist nicht so knackig wie beim Sauvignon Blanc, sie bewegt sich im mittleren Bereich. Der mittlere Körper kann manchmal etwas fülliger ausfallen.
Der Frührote Veltliner, nicht verwandt mit Grüner Veltliner, liefert alkohol- und säurearmen Weine , die meist ein relativ neutrales Bukett haben, welches leicht florale sowie zarte Bittermandelnoten aufweisen kann.
Furmint, eine aus Ungarn stammende Rebsorte erbringt vollmundige, säure- und extraktreiche, langlebige Weine. Im Vordergrund stehen meist fruchtige Aromen von Apfel, Quitte auch häufig ergänzt durch Noten von Aprikose oder Pfirsich. Daneben können auch Noten von Heu, Honig oder Nüssen zu finden sein. Furmint wird nicht nur in Ungarn angebaut, auch im benachbarten Burgenland ist er häufiger anzutreffen.
Garganega, eine alte Rebsorte des Veneto, ist hauptsächlich durch Soave bekannt, ein Wein mit mindestens 70% Anteil an Garganega, der eine zwar frische, jedoch eher moderate Säure aufweist. Die Wein können durchaus auch stahlig wirken und zart würzige Noten zeigen, meist ist ihre Aromatik eher verhalten, mit Noten von Zitrone, Mandel und frischer Birne.
Muscat blanc a Petits Grains ist die wohl am weitesten verbreitete Mukatsorte. Die eher körperreichen Weine sind durch ihre intensiven traubigen, würzigen Aromen und ihre pikante Säure charakterisiert. Dazu gesellen sich oft orangige und florale Noten. In Deutschland, Österreich ist die Sorte unter dem Namen Gelber Muskateller bekannt, in Italien heißt sie Moscato Bianco, in Spanien Moscatel und in Portugal Moscatel Branco.
Gewürztraminer weist ein breites Spektrum von Aromen auf. Sortentypisch sind in jedem Fall Litschie und Rose. Daneben können aber auch Aromen von Geißblatt, Mango, Pfirisch, Zitrus sowie speckige oder würzige Noten auftreten. Die fast immer vorhandenen Bitternoten können in schlechten Jahren oder bei zu heißen klimatischen Bedingungen stärker in den Vordergrund treten. Dann ist der Wein fast ohne jegliche Spannung, manchmal richtiggehend neutral. Gute Gewürztraminer sind vollmundige, extraktreiche Weine, mit hohem Alkohol und dichter Aromatik und vor allem einer Säure, die zwar sortentypisch nie sehr hoch sein wird, jedoch ausreichend ist, dem Wein Spannung zu verleihen.
Greco, vom DOCG Greco di Tufo bekannt, wird vorwiegend im südlichen Italien angebaut, dort insbesondere in Kampanien. Weine mit mindestens 85% Greco finden sich aber auch in Molise, Kalabrien und Latium. Gute Exemplare zeigen eine schönen Körper, sind mineralisch und können Noten von Zitrus, Birne, Aprikose, Pfirsich, Quitte und Kräutern haben.
Viele Weine von Grenache Blanc stammen aus dem südlichen Frankreich, wo sie zwar häufig für die süßen Vin Doux Naturel verwendet wird, aber auch für trockene Weine. Daneben ist sie häufig in Aragón und den katalanischen Weinbaugebieten Alella, Costers del Segre, Priorat, Tarragona und Terra Alta unter dem Namen Garnacha blanca anzutreffen. Sie erbringt meist säurearme, alkohol- und extraktreiche, frühzeitig zur Oxidation neigende Weine mit vollem Körper und Aromen reifer Reneclauden sowie floralen Noten.
Grillo, eine typische sizilianische Rebsorte, neigt eher dazu hohe Alkoholgehalte zu liefern. Die Weine zeigen einen vollen Körper, kräuterige, oft auch florale und Zitrusnoten, sind insgesamt aber nicht als ausgesprochen aromatisch zu bezeichnen. Rebsortenweine gibt es beispielsweise in den DOCs von Alcamo, Contea di Sclafani, Delia Nivolelli, Erice, Monreale und Salaparuta.
Gros Manseng stellt einen Anteil der typischen Weine Südwestfrankreichs, wie beispielsweise Pacherenc du Vic-Bilh oder Jurançon. Die Rebe erbringt Weine mit hoher Säure, mittlerem bis vollem Körper und Aromen von Zitrusfrüchten, Aprikosen, leichten Gewürz- und manchmal auch floralen Noten. Wird bei später geernteten Trauben nicht ausreichend darauf geachtet den Kontakt des auslaufenden Mosts mit den dicken Schalen kurz zu halten, können auch bittere Noten hinzukommen.
Grüner Veltliner ist eine vielseitige autochthone Rebsorte Österreichs. Bei hohen Erträgen liefert sie weitgehend einfache Weine, frisch, knackig aber nicht sehr aromatisch. Weine aus guten Lagen oder/und von guten Winzern können sehr konzentriert, pfeffrig, mineralisch, zitrisch und körperreich sein und sich mit zunehmendem Alter in burgundischer Richtung entwickeln. In den Weinbaugebieten Kremstal, Kamptal Traisental und Weinviertel wird aus der Sorte auch DAC Wein (Districtus Austriae Controllatus) produziert. Aber auch in anderen Weinbaugebieten sind sehr gute Grüne Veltliner zu finden, so beispielsweise in der Wachau mit ihrem eigenen Codex Wachau die aufsteigenden Qualitäten Steinfeder, Federspiel und Smaragd definieren.
Inzolia eine sizilianische Rebsorte, die unter dem Namen Ansonica auch häufiger in der Toskana anzutreffen, ist ein bescheiden aromatischer Wein, im besten Fall mit nussigen oder auch zart kräuterigen Noten. Werden die Trauben nicht früh genug geerntet, ist der Wein säurearm. Rebsortenweine gibt es in vielen sizilianischen DOCs, wie beispielsweise Alcamo, Delia Nivolelli, Mamertino di Milazzo, Menfi, Monreale, Salaparuta, Sciacca und Vittoria.
Den Elternteil Riesling kann die Rebsorte Kerner nicht verleugnen, die Säure ist hoch, wenn auch etwas geringer als beim Riesling. Auch im Geschmack bestehen Ähnlichkeiten. Kernerweine sind feinfruchtig, oft mit traubigen Noten und nicht zu vollem Körper. Sie können Anklänge von Zitrus, grünem Apfel oder auch Johannisbeere oder Aprikose haben. Neben den deutschen Weinbaugebieten Pfalz und Rheinhessen wird Kerner in größerem Umfang in Südtirol angebaut.
Weine von Loureiro stammen meist aus dem spanischen Galicien oder dem Vinho Verde Gebiet in Portugal. Ihren Namen verdankt die Rebsorte ihrem an Lorbeer erinnernden Duft. Die Weine zeigen häufig florale Noten von Orangen-, Akazien- oder Lindenblüten und auch fruchtige Aromen von Apfel, Pfirsich und Orange. Als aromatischer, alkoholarmer, reinsortiger Wein mit ausgewogener Säure ist Loureiro zwar anzutreffen, häufiger jedoch im Verschnitt mit Treixadura und/oder Albariño.
Macabeo oder Viura, wie sie In Spanien auch genannt wird, liefert meist relativ aromatische, säurearme, alkoholstarke Weine, insbesondere wenn sie spät gelesen wird. Im Vordergrund stehen florale Aromen, die von Zitrus begleitet sein können. Die Sorte eignet sich auch für den Ausbau in Holz. Im Rioja Blanco ist sie oft die Hauptsorte. Leichte reinsortige Weine werden im Roussillon produziert.
Marsanne ist überwiegend im südlichen Frankreich anzutreffen, vor allem an der Rhône und im Roussillon. Dort erbringt sie goldgelbe, körperreiche Weißweine, mit milder Säure und Aromen von Geißblatt, Mandeln und Birnen. Sie ist in den weißen Hermitage, Crozes-Hermitage, Saint-Joseph und Saint-Péray zu finden, meist verschnitten mit Rousanne.
Viele haben schon Weine aus der Sorte Melon de Bourgogne getrunken, ohne es zu wissen, es sind die, auch hierzulande häufig in französischen Restaurants angebotenen Muscadets. Diese sind leicht, zwar relativ aromenneutral, jedoch knackig in der Säure, bestenfalls zeigen sie Apfel- und Zitrusaromen und leicht mineralische Noten. Mehr Aromen zeigen die meist sechs Monate auf der Hefe gelagerten Weine mit der Bezeichnung sur lie.
Morio-Muskat ist eine in Deutschland aus Silvaner und Muscat Blanc gezüchtete Rebsorte, die abgesehen von Zitrus- und Blumenaromen, von dem typischen Muskataromen bestimmt ist. Die frische Säure ist im höheren Bereich, der Körper meist mittel.
Seit 1913 gibt es Müller-Thurgau, eine schweiterische Züchtung , in Deutschland. Die Rebe liefert bei hohem Ertrag frische, fruchtige, säurearme Weine, mit annähernd mittlerem Körper, für das einfache Trinkvergnügen. Die Aromen können Trauben, Pfirsich oder auch floraler Art sein. Manchmal findet sich auch ein dezenter Muskatton. Bei reduziertem Ertrag kann sich die Sorte auch komplexer, mit mineralischen Noten präsentieren. Neben Deutschland produziert auch Südtirol sehr gute Weine von Müller Thurgau.
Muskat-Ottonel, eine geschmacklich dem Muscat Blanc ähnliche Rebsorte, zeigt würzige Aromen, etwas Zitrus und einen intensiven Muskatton. Sie ist überwiegend in Bulgarien, Rumänien, Ungarnund Österreich zu finden. Allerdings fallen die Weine verglichen mit Muscat Blanc weniger aromatisch und komplex aus, sie sind säure- und alkoholarm, der Körper mittel.
Neuburger ist überwiegend in Österreichund den angrenzenden osteuropäischen Ländern zu finden. Die Rebe liefert körperreiche Weine mit würzigen, nussigen Aromen und geringer, milder Säure, die sehr gut mit vielen Speisen passen.
Nosiola ist eine autochthone Rebe Italiens, die fast ausschließlich in den Gebieten Südtirol, Venetien und Trentin angebaut wird. Die Weine haben eine angenehme, eher moderate Säure, Weine der Rebsorte, schlank bis mittel im Körper, zeigen meist Aromen von Zitrus und Haselnuss und sind manchmal zart kräuterig oder floral.
Orvieto, wird zu 60% aus Trebbiano Toscano und Grechetto, zum Rest aus anderen lokalen Sorten hergestellt. Das Resultat sind in der Regel einfache Weißweine mit meist annähernd neutralem Geschmack und oft leicht bitteren Noten. Bessere, dennoch meist schlanke Exemplare mit mittlerer Säure, können durchaus fruchtige und florale Noten, Haselnüsse, Honig oder sogar mineralische Nuancen zeigen
Pecorino, eine alte italienische Rebsorte, ist häufig in den an der Adria liegenden Regionen von Marken, Abruzzen und Apulien gepflanzt. Der pikante Wein mit dichtem Körper, frischer knackiger Säure, ist mineralisch und zeigt florale, kräuterige und würzige Noten. Reinsortig (85% Anteil) sind folgende Weine: DOC Abruzzo Pecorino (superiore), DOC Controguerra Pecorino, DOC Falerio Pecorino und DOCG Offida Pecorino.
Man sollte Pinot Grigio nicht mit Grauburgunder, Ruländer oder Pinot gris verwechseln, obwohl alle vier Genannten die gleiche Rebsorte bezeichnen. Pinot Grigio bezeichnet fast immer einen annähernd neutralen, säuerlichen, farb- und charakterlosen Wein im Massenmarkt.
Wenige italienische Pinot Grigio, überwiegend aus dem Friaul oder Südtirol, heben sich durch ihre wesentlich bessere Qualität davon ab. Diese Exemplare zeigen dann Limette, Zitrone, Birne, weiße Nektarine und Apfel. Generell sind Grauburgunder eher säurearm, jedoch meist vollmundig, extraktreich, mit mittlerem bis manchmal vollem Körper. Solche Weine offerieren Aromen von Pfirsich, Aprikosen, Melone, tropische Früchte, manchmal auch Honignoten und Gewürze. Zu finden sie in Deutschland überwiegend in der Pfalz, Rheinhessen und Baden, in Österreich hauptsächlich im Burgenland, unter dem Namen Pinot Gris im Elsass, darüberhinaus auch in Kalifornien, Australien oder Neuseeland.
Piquepoul Blanc ist eine alte südfranzösische Sorte, deren Name gern mit „Lippenbeißer“ übersetzt wird und auf ihre hohe Säure hinweist. Der Piquepoul de Pinet, ein sehr trockener Wein aus dem Languedoc, in dem die Sorte den bestimmenden Anteil stellt, ist knackig, rassig und erfrischend, im Vordergrund stehen Zitrus, Apfel, manchmal ergänzt mit floralen Noten.
Räuschling wird hauptsächlich in der Schweiz und dort großteils rund um den Zürichsee angebaut. Die Sorte liefert leichte Weine mit hoher Säure und überwiegend Zitrusaromen, auch mit Noten von Apfel, Birne, manchmal grünwürzig oder leicht grasig. Wer Säure liebt, sollte darauf achten einen Wein zu trinken, der nicht dem, in der Schweiz fast obligatorischen, malolaktischen Säureabbau unterworfen wurde.
Ribolla Gialla ist im Friaul, Slowenien und Istrien beheimatet. Die Rebe erbringt Weine mit hoher Säure, mittlerem Körper und starken Zitrusaromen, manchmal auch etwas floral. Charaktervollere Exemplare sind tiefgelb zeigen viele gelbe Frucht, sind etwas nussig und/oder mineralisch.
Rieslaner ist eine Kreuzung von Riesling mit Silvaner und wird fast ausschließlich in Deutschland angebaut. In guten Jahren wird die Sorte überwiegend zur Herstellung von sehr guten, langlebigen Beeren- und Trockenbeerenauslesen genutzt. Sie erbringt jedoch auch sehr ansprechende trockene Weine mit rassiger Säure, mittlerem Körper und Aromen von Apfel, Pfirsich und Zitrus.
Riesling, eine wahrscheinlich aus Deutschland, vom Rhein stammende Rebsorte ist geprägt von schönem Bukett, hoher Säure und oft auch hohem Extrakt. Riesling bringt in besonderem Maß das Terroir, also Boden und Klima des Standorts, in den Wein ein. Deshalb können Rieslinge fruchtig, floral, würzig oder mineralisch sein oder im Alter einen Petrolton entwickeln,- häufig zu findende Fruchtaromen sind Aprikose, Pfirsiche, Apfel, Zitrone, Limette. Schon Rieslinge aus unterschiedlichen deutschen Anbaugebieten haben einen unterschiedlichen Charakter. Bekannt ist der Riesling von derMosel, der einen harmonischen Gleichklang von Säure, Körper und Extrakt bei eher mittlerem Alkoholgehalt zeigt. Rieslinge aus dem Elsass sind meist körperreicher, die Rieslinge aus Österreich sind dichter und haben klimabedingt meist einen höheren Alkoholgehalt
Roter Veltliner, eine Rebsorte welche überwiegend in Österreich und der Slowakei anzutreffen ist, liefert körperreiche, harmonische Weine mit guter Frucht und mittlerer Säure, die jung auch pfeffrige, sonst jedoch meist florale und/oder Mandelnoten aufweisen. Gute Exemplare können sich nach einigen Jahren der Reife sehr vielschichtig präsentieren.
Rotgipfler ist hauptsächlich in der Thermenregion nahe Wien zu finden, daneben auch noch in Kroatien, Slowenien und Baden. Die Weine der Sorte sind körper- und extraktreich, meist auch hoch im Alkoholgehalt, die Säure ist auch in warmen Jahren ansprechend, jedoch nicht zu hoch. Es finden sich fruchtbetonte Aromen, meist von Pfirsich und Aprikose .
Roussanne wird hauptsächlich an der Rhône angebaut, wo sie zusammen mit Marsanne in den Appellationen Crozes-Hermitage, Hermitage, Saint-Joseph und Saint-Péray zur Erzeugung der weißen Weine verwandt wird, Die Sorte ist aromatischer als Marsanne, besitzt gut Säure und liefert elegante, feine und komplexe Weine mit Blütennoten (Geißblatt, Iris), manchmal auch mit kräuterigen, teeähnlichen Aromen.
Sauvignon Blanc ist aufgrund seiner oft intensiven Aromatik bekannt. Die Aromatik ändert sich jedoch in Abhängigkeit vom Lesezeitpunkt: von Gras, Blätter, Brennnessel, Stachelbeere und Katzenpisse bei früher Lese, hin zu Schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren, grüne Paprika, dann gelbe Früchte und schließlich tropische Früchte bei zunehmend später erfolgter Lese. Die Sorte ist säurereich und zeigt einen schlanken bis mittleren Körper. Bekannt sind die lagerfähigen, frischen, trockenen Weißweine von Sancerre oder Pouilly-Fumé und im Verschnitt mit Semillon auch Weiße Bordeaux Weine. Ebenso bekannt sind die Sauvignon Blanc der Steiermark sowie von Neuseeland, das Weinbaugebiet mit der weltweit größten Anbaufläche von Sauvignon Blanc.
Savagnin Blanc ist das Synonym für den Weißen Traminer bzw. Gelben Traminer. Es umfasst jedoch auf keinen Fall den Gewürztraminer, der in Deutschland auch roter Traminer genannt wird. Savagnin Blanc heißt die Sorte in Frankreich, Klevner in Österreich und Heida bzw. Païen in der Schweiz. Die Weine können körperreich ausfallen, wie beispielsweise im französischem Jura, wo Weine von Savagnin Blanc in zwei Stilen hergestellt werden: einer traditionell, oxidativ nussig der andere moderner, - nicht oxidativ.
 Im Wallis wird leicht aromatischer und leicht würziger Heida auf hochgelegenen Weinbergen produziert.
Die Scheurebe, oder Sämling 88, wie die Sorte in Österreich heißt, hat ein ausgeprägtes Bukett, welches schwarze Johannisbeere, Grapefruit, Pfirsich, Holunder, Stachelbeere, Zitrus und tropische Früchte umfassen kann. Die Weine sind fruchtig, mit hoher Säure und guter Lagerfähigkeit. Weine von der Scheurebe kommen hauptsächlich aus Deutschland und Österreich.
Weine von Sémillon, einer französischen Rebsorte, sind ähnlich Sauvignon Blanc, wenn die Trauben weniger reif geerntet wurden, mit Aromen von Limette, Grapefruit und Kräutern und hoher Säure. Reifer geerntete Sémillon haben immer noch einen ansprechend hohe Säure, zeigen jedoch einen vollen Körper und eher Aromen von tropischen Früchten. Im Alter entwickeln sich oft Noten von gerösteten Nüssen, Wachs und Honig. Am häufigsten zu finden in den weißen Cuvées von Bordeaux, wie beispielsweise aus Pessac-Léognan, Entre-Deux-Mers oder Bergerac. Blends aus Sémillon und Sauvignon Blanc gibt es auch in Südafrika, Kalifornien, Washington oder Australien. Sehr bekannt sind die sehr lagerfähigen, alkoholarmen reinsortigen Sémillon aus dem australischen Hunter Valley.
Der ursprünglich aus Österreich stammende Silvaner liefert nicht besonders aromatische Weine mit meist nur mittlerer Säure. Diese sind jedoch, insbesondere wenn sie von Lehm-Kalkböden stammen häufig, mineralisch, manchmal erdig, mit guter Struktur und vollem Körper. Die Aromen sind eher dezent und umfassen Zitrusschale, Birne, Apfel, Ananas und Mandel
Torrontés riojana, die beste der drei argentinischen Torrontés-Sorten, erbringt hocharomatische Weine, mit mittlerer Säure und floralen Muskattrauben ähnlichen Aromen. Schlechtere Exemplare sind alkoholisch und haben einen bitteren Nachgeschmack. Die besten Exemplare kommen aus den hohen Weinlagen von Argentinien, wie etwa Salta.
Trebbiano Toscano, die in Frankreich Ugni Blanc heißt, ist bekannt für ihre hohen Erträge. Die Weine sind leicht, säurereich, haben einen mittleren Körper, sind jedoch verhältnismäßig neutral, bestenfalls sind Noten von Zitrus, grüner Apfel oder Stachelbeere zu schmecken. Früher durfte und wurde die Säure häufig im Chianti verwendet. Auch heute noch gibt es in der Toskana reinsortige Trebbiano Weine wie in Terratico di Bibbona oder Colli Pesaresi und andere, die häufig zwischen 45 und 70% Anteil von Trebbiano aufweisen, wie in den DOCs Bianco di Pitigliano, Colline Lucchesi oder Montescudaio. Auch in Umbrien in der DOC Colli Martani, in den Abruzzen, in Kampanien, Molise und Apulien finden sich Verschnitte mit mindestens 50 % Trebbiano.
Verdejo ist eine spanische Rebsorte und wird häufig in Rueda angebaut. Die Weine sind aromatisch, extraktreich, haben eine mittlere bis hohe Säure und können Aromen von Stachelbeere, grünen Äpfel, Pfirsich, manchmal auch Lorbeer, Bittermandel und mit zunehmenden Alter auch nussige Noten entwickeln. Viele Verdejo Weine sind jedoch von von ihrer Struktur her so, dass sie besser jung getrunken werden sollten. Daneben gibt es aber Weine die länger auf der Schale oder der Hefe lagen, z. T. von uralten noch wurzelechten Reben, die ein sehr gutes Lagerpotential aufweisen sowie einen vollen Körper, eine gute Struktur und machmal auch mineralische Noten zeigen.
Verdicchio stammt aus Italien. Die Rebe liefert frische Weine mit ansprechend hoher Säure, mittlerem Körper und leichten Aromen von Zitrus, Äpfeln, Bittermandeln und manchmal auch etwas Steinobst. Bekannte Weine sind der Verdicchio dei Castelli di Jesi und der Verdicchio di Matelica, beide aus den Marken. Auch im Latium gibt es reinsortige Weine, allerdings unter dem Namen Trebbiano Verde, einem Synonym für Verdichio. Ein weiteres Synonym ist Trebbiano di Soave und findet sich zu einem geringeren Anteil neben Garganega auch im Soave DOC und unter dem Namen Trebbiano di Lugana ebenso im Lugana DOC. Auch in den Weißweinen der DOCs Castelli Romani, Colli Albani, Colli Berici, Colli di Conegliano, Marino und Monte Tondo findet sich die Sorte in unterschiedlichen Anteilen.
Vermentino, unter dem Name Rolle am häufigsten in Südfrankreich und Korsika gepflanzt, ist in Ligurien unter dem Namen Pigato und im Piemont unter Favorita bekannt. Die Rebe erbringt meist alkoholarme Weine mit ausgeprägter Säure und mittlerem Körper. Die Weine haben Aromen von Zitrus, getrockneten Kräutern, manchmal Pfirsich und können auch leicht würzig und/oder mineralisch sein.
Aus Vernaccia di San Gimignano werden frische und dezent fruchtige, trockene Weine hergestellt, die Aromen von Zitrus, und/oder florale Noten sowie einen zart bitteren Nachgeschmack haben. Der DOCG-Wein wird sortenrein ausschließlich im Gemeindegebiet von San Gimignano hergestellt und hat eine frische, wenn auch nicht sehr hohe Säure. In der Toskana gibt es noch einige DOCs, in denen die Sorte in weißen Verschnitten zum Einsatz kommt. Im Chianti DOCG-Gebiet gibt es die weißen Weine der DOC Colli dell’Etruria Centrale, die maximal 50% der Sorte enthalten dürfen.
Dicht, harmonisch, rund, körperreich und manchmal opulent sind Weine der Sorte Viognier. Sie ist überwiegend in Frankreich anzutreffen, jedoch auch in Kalifornien, Oregon, Australien und Neuseeland. Die Aromen sind intensiv und in der Nase meist sehr blumig, sind aber auch fruchtiger Natur mit Noten von Aprikosen, Pfirsichen, Birnen, Honig oder Muskat. Werden die Trauben zu reif geerntet, ist die von Natur aus niedrige Säure noch eimal geringer und der Wein, wirkt eher spannungslos und parfumähnlich.
Weißburgunder wirken manchmal scheinbar süß, da sie zwar eine ansprechende, jedoch eher moderate Säure aufweisen. Die Weine sind in der Aromatik eher dezent, mit fruchtigen und auch floralen Noten von Zitrus, Apfel, Birne, Aprikose und Mandel. Die mittelgewichtigen Weine können manchmal auch mehr als einen mittleren Alkoholgehalt haben. Bei früher Traubenernte entstehen frisch-fruchtige, eher neutrale Weine, bei späterer Ernte vielschichtige Weine.
Weißer Bordeaux ist in der Regel ein Cuvée aus Sauvignon Blanc, Sémillon und Muscadelle. Alle weißen Bordeaux haben eine frische, eher hohe Säure, allerdings sind zwei unterschiedliche Typen zu unterscheiden, der eine Typ, frisch, fruchtig, oft auch als leichter Sommerwein bezeichnet, ist im Stahltank ausgebaut und kommt beispielsweise aus den Appellationen Bordeaux oder Entre-deux-Mers. Der zweite Typ kommt aus den Appellationen Graves und Pessac-Léognan, wird im Barrique ausgebaut, hat häufig einen vollen Körper und neben typischen Aromen des Sauvignon Blanc, wie Stachelbeere, Kiwi oder Buchsbaum oft auch florale Noten und Vanille.
Welschriesling hat abgesehen von seiner prägnanten Säure keine Gemeinsamkeiten mit Riesling. Im Gegensatz zu Riesling sind seine Weine wesentlich neutraler, mit zarten Aromen von grünem Apfel, Zitrus und Heu. Die Weine sind meist leicht mit einem annähernd mittlerem Körper und kommen überwiegend aus Österreich oder unter den Namen Graševina, Riesling Italico oder Olaszriesling auch aus Kroatien, Italien bzw. Ungarn.